Kultur im Ohlsenhaus 2022

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Veranstaltungsort: Ohlsenhaus
Mühlenstraße 1
25879 Stapel OT Süderstapel

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„Kultur im Ohlsenhaus“ im Jahr 2022

Trotz einiger Unwägbarkeiten hat das Team von „Kultur im Ohlsenhaus“ für die Saison 2022 wieder mehrere Literaturveranstaltungen geplant, immer natürlich unter Corona-Vorbehalt. Die Zukunft des Ohlsenhauses ist zum jetzigen Zeitpunkt ungewiss, die Lohdiele als Veranstaltungsort steht aber bis Ende August 2022 zur Verfügung.

Dies sind die vorgesehenen Veranstaltungen von „Kultur im Ohlsenhaus“ 2022:

Donnerstag, 19. Mai 2022
Oliver Lück: „Der Strandsammler“
An Nord- und Ostsee hat der Autor für uns Dinge, Menschen und Geschichten gesammelt.

Donnerstag, 23. Juni 2022
Karen Köhler: „Wir haben Raketen geangelt“
Die Hamburger Schriftstellerin liest aus dem Erzählband und stellt ihren Debüt-Roman „Miroloi“ vor.  

Donnerstag, 21. Juli 2022
Katja Just: „Frische Brise auf dem Sommerdeich“
Der gefährdete Sehnsuchtsort: Neues von der Hallig Hooge.

Donnerstag, 11. August 2022
Mareike Krügel: „Schwester“
Zwei Schwestern, zwei Leben. Ein Unfall stellt die entscheidende Frage: Welches ist das richtige?

Auch für die Stapeler Kinder gibt es wieder eine Veranstaltung. Am Dienstag, 17. Mai 2022, liest Mareike Krügel in der Stapelholm-Schule, Standort Norderstapel, vormittags aus ihrem Buch „Zelten mit Meerschwein“. Für die Grundschüler ist die Lesung kostenfrei.

Die Erwachsenen-Veranstaltungen beginnen um 19.30 Uhr, der Eintrittspreis beträgt 7,50 €. Wegen der evtl. noch geltenden Corona-Einschränkungen ist die Platzzahl möglicherweise eingeschränkt. Karten sind im Vorverkauf erhältlich in der Buchhandlung Jan Stümpel, Am Fürstenburgwall 11, Friedrichstadt, und beim IK-Markt Temme, Am Markt 6, in Stapel. Restkarten, soweit vorhanden, gibt es an der Abendkasse.

Die in den letzten beiden Jahren ausgefallenen Veranstaltungen mit Christian Berkel und Jan Graf können in diesem Jahr nicht nachgeholt werden. Bereits erworbene Eintrittskarten werden erstattet. Bitte wenden Sie sich dazu an den Kartenverkauf an der Abendkasse oder direkt an den unten angegebenen Kontakt.

Jahreskarten aus dem Jahr 2020 berechtigen zum freien Eintritt für die ersten beiden Lesungen.

Es gelten die jeweiligen Corona-Bestimmungen für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen.

Kontakt: Heinz Warnecke, Tel. 04883 / 90 55 72, E-Mail warnecke.heinz@t-online.de

„Kultur im Ohlsenhaus“ wird unterstützt von der Nospa Kulturstiftung, von der Kulturstiftung des Kreises Schleswig-Flensburg, von der VR Bank Schleswig-Mittelholstein, vom Förderverein Landschaft Stapelholm e.V. sowie von Firmen und Privatpersonen aus Stapelholm.

 

 

 

                           


 

19.05.2022: „Der Strandsammler“

Oliver Lück liest aus seinem neuen Buch und aus seinen besten Kolumnen der letzten 20 Jahre.

Wer schon einmal die Abende mit Oliver Lück erlebt hat, weiß: Das sind keine normalen Lesungen. Kaum ein deutscher Buchautor liest und erzählt mehr. Über hundert Vorträge sind es jedes Jahr, für die Oliver Lück deutschlandweit unterwegs ist. Und seit mehr als zwanzig Jahren schreibt der Schleswig-Holsteiner als Kolumnist für Tageszeitungen und Magazine.

Für diesen exklusiven Auftritt hat der 48-Jährige seine besten Kurzgeschichten ausgesucht. Viele davon erzählen vom Leben in der Heimat, im Norden. Oliver Lück sagt: „Die Beobachtungen und Begegnungen vor der eigenen Haustür sind oft die Interessantesten. Wenn man seine Alltagsbrille ablegt und auf die Leute zugeht, die man sonst nur vom Vorbeigehen kennt. Und Geschichten sind das, was die Menschen zusammenbringen. Einer erzählt, der andere hört zu – es ist ganz einfach.“

Es erwartet Sie ein überraschender Abend mit humorvollen, ernsten und teils unveröffentlichten Erzählungen aus dem Hause Lück. Zudem wird er einige Kurzgeschichten aus seinem Buch „Der Strandsammler“ lesen, das gerade bei Rowohlt erschienen ist und von der Nord- und Ostsee erzählt.

  Foto: privat


 

23.06.2022: „Wir haben Raketen geangelt“

Karen Köhler, Jahrgang 1974, wollte Kosmonautin werden, hat Fallschirmspringen gelernt und Schauspiel studiert. Nach zwölf Jahren im Beruf schreibt sie heute Theaterstücke und Prosa. Sie findet Mathe gut und den Weltraum, wäre gerne in einer Pogo-Synchronschwimmgruppe und lebt in Hamburg auf St. Pauli.

Sie hatte zwei Mal die Windpocken. 1982 und 2014. 1982 verpasste sie zwei Wochen Schulunterricht, 2014 das Ingeborg-Bachmann-Preis-Wettlesen in Klagenfurt.

Ihre Theaterstücke stehen bei zahlreichen deutschen Bühnen auf dem Spielplan, ihr Erzählungsband „Wir haben Raketen geangelt“ erschien 2014 im Hanser Verlag. 2019 erschien ihr Debüt-Roman „Miroloi“, der es auf die Longlist des Deutschen Buchpreises schaffte.

Im Ohlsenhaus liest sie aus beiden Werken.

Zu „Wir haben Raketen geangelt“:

Es gibt diesen Moment, in dem das eigene Universum zerbricht und weit und breit kein neues in Sicht ist: Eine junge Frau sitzt mittellos und nahezu dehydriert vor einer Tankstelle im Death Valley. Als plötzlich ein Indianer vor ihr steht und ihr das Leben retten will, glaubt sie zu phantasieren. Doch das Universum setzt sich nach seinen eigenen Regeln wieder zusammen. Schon bald teilen sich die beiden einen Doppelwhopper, gehen gemeinsam ins Casino und stranden schließlich in einem dieser schäbigen Motels, die es eigentlich nur im Film gibt. Karen Köhlers Erzählungen sind getragen von einer fröhlichen Melancholie und einer dramatischen Leichtigkeit. Ihre Figuren sind wahre Meisterinnen im Überleben.

Zu „Miroloi“:

Ein Dorf, eine Insel, eine ganze Welt: Karen Köhlers erster Roman erzählt von einer jungen Frau, die als Findelkind in einer abgeschirmten Gesellschaft aufwächst. Hier haben Männer das Sagen, dürfen Frauen nicht lesen, lasten Tradition und heilige Gesetze auf allem. Was passiert, wenn man sich in einem solchen Dorf als Außenseiterin gegen alle Regeln stellt, heimlich lesen lernt, sich verliebt? Voller Hingabe, Neugier und Wut auf die Verhältnisse erzählt „Miroloi“ von einer jungen Frau, die sich auflehnt: Gegen die Strukturen ihrer Welt und für die Freiheit. Eine Geschichte, die an jedem Ort und zu jeder Zeit spielen könnte; ein Roman, in dem jedes Detail leuchtet und brennt.

 Foto:  © Christian Rothe


 

21.07.2022: „Frische Brise auf dem Sommerdeich“

Mit »Barfuß auf dem Sommerdeich« hat Katja Just viele Leserinnen und Leser für Hallig Hooge, das winzige Eiland mitten im Nordfriesischen Wattenmeer, begeistert. Die gebürtige Münchnerin, die seit fast zwanzig Jahren auf Hooge lebt und arbeitet, gilt vielen als »die Halligbotschafterin« und ist unermüdlich für ihre Wahlheimat im Einsatz. Klimawandel, Umweltverschmutzung und Strukturveränderungen in Landwirtschaft und Tourismus machen auch vor den Halligen nicht Halt. Wie geht es weiter im Haus am Landsende, zwischen Salzwiesen und Sommerdeich? Und was wird die anstehende Bürgermeisterwahl bringen – soll Katja Just sich wirklich aufstellen lassen? Die Autorin nimmt ihre Leserinnen und Leser erneut mit auf ihre Oase im rauen Meer, in ihre kleine Welt mit dem riesigen Himmel. Sehr persönlich erzählt die Bestsellerautorin von den Geheimnissen des Wattenmeers, Herausforderungen und neuen Aufgaben, vom Abschiednehmen und einem neuen Mitbewohner, von Traditionen, Leuchtfeuern und Spurensuche.

Foto: © NORDNORDWEST Carlos Arias Enciso


11.08.2022: „Schwester“

Mareike Krügel wurde 1977 in Kiel geboren. Seit 2003 hat sie fünf Romane veröffentlicht. Sie lebt bei Kappeln. Mareike Krügel erhielt zahlreiche Stipendien, u.a. in der Villa Decius in Krakau, und ist Mitglied im PEN Deutschland. Im Jahr 2003 bekam sie den Förderpreis der Stadt Hamburg und wurde 2006 mit dem Friedrich-Hebbel-Preis ausgezeichnet.

Kaum eine erzählt so unwiderstehlich und schillernd wie Mareike Krügel. Ihren neuesten Roman widmet sie einer ganz besonderen Schwesternbeziehung. Zwei Schwestern, zwei Leben. Ein Unglück stellt die entscheidende Frage: Welches ist das Richtige? – Nach einem Unfall liegt Lone im Koma. Und in der Not übernimmt ihre Schwester Iulia ihre Aufgaben als Hebamme. Während sie in Lones Rolle schlüpft, beginnt sie auch über ihre Familie nachzudenken und die Männer, über gegenseitiges Vertrauen und die gemeinsamen Erlebnisse. Und immer drängender fragt sie sich, welches Leben sie selbst eigentlich seit Jahren führt.

„Schwester“ erzählt von dem schmerzlichen Abgleich zweier Leben und einer Heldin, die zunächst tastend, dann immer entschlossener ihren Weg sucht.

 Foto: © Peter von Felbert


Ältere Jahrgänge:

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Kultur im Ohlsenhaus 2017

Kultur im Ohlsenhaus 2016

Kultur im Ohlsenhaus 2015

Eine Dokumentation „Literatur im Ohlsenhaus“ von 2006 bis 2014